Ernährungswende bedeutet nicht nur, bio‑regionale Lebensmittel in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung zu verkochen. Es bedeutet auch, Erzeugung, Verarbeitung und Konsum wieder näher zusammenzubringen! Aus diesem Grund machten der Ernährungsrat und die Küchenchefs der Bio‑Regio‑Woche 2026 zwei Exkursionen zu Betrieben, die sie in der Aktionswoche belieferten.
Am 7. Juli 2026 fand das letzte Planungstreffen der Küchenchefinnen und des Ernährungsrats beim Biohof Brunner in Kemnath statt. Zuerst stand auf dem Plan: finale Absprachen zu den Bestellungen, die Finalisierung des Lieferplans und die Übergabe der fertigen Plakate und Flyer für die begleitende Öffentlichkeitsarbeit.
Im Anschluss stellten Elisabeth und Brunner ihren Hof vor. Der Biohof ist ein Familienbetrieb, der insbesondere Mutterkuhhaltung und Ackerbau macht. Dabei stehen die Limousin‑Kühe das ganze Jahr auf der Weide und werden mit hofeigener Silage, Getreide sowie Heu und Stroh in Bio‑Qualität gefüttert. Der Hof selbst ist Naturland‑zertifiziert.
Vom Biohof Brunner wurden das Hackfleisch, der Blumenkohl und das Blaukraut für die Aktionswoche geliefert.













Das Evaluationstreffen fand am 5. August wieder auf einem Betrieb der Bio‑Regio‑Woche 2026 statt. Dazu wurden die Küchenchefs und der Ernährungsrat zum Biohof Ritter nach Marktleuthen in den Landkreis Wunsiedel eingeladen. In der Scheune wurde gemeinsam evaluiert: Was lief gut in der Woche? Wo sind Hürden aufgetreten, die wir beim nächsten Mal adressieren müssen? Welche Produkte waren gut in der Küche zu verarbeiten? Welche Gerichte haben den Kindern und Studierenden besonders geschmeckt?
Im Anschluss zeigte Andreas Ritter allen den Hof: Der Familienbetrieb hat sich insbesondere auf Masthühner spezialisiert und ergänzt dies mit einer kleinen Mutterkuhherde und Gemüseanbau. Alles wird nach Naturland‑Richtlinien angebaut. Einen Teil der Produkte verkauft der Betrieb im eigenen Hofladen. Außerdem werden einzelne Küchen in der Region von ihm beliefert.
Vom Biohof Ritter stammten die Eier, Gurken und Tomaten. Außerdem hat Herr Ritter für die Aktionswoche die Produkte aus dem östlichen Teil Oberfrankens zum Lagerhub nach Mistelgau gefahren und war somit ein Teil der Logistik.
Wir bedanken uns bei beiden Höfen für die Gastfreundschaft und die interessanten Einblicke in ihre Arbeit!